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Ordensauftrag
Austritte, Todesfälle und ausbleibender Nachwuchs verhindern in der Folge zeitgemäße Fortführung und Ausbau der ursprünglichen Anliegen.
Aus der 1968 offiziell begonnen Zusammenarbeit mit dem Weltpriester und Leiter der Katholischen Glaubensinformation Wien, Dr. Herbert Madinger, ergab sich ein neuer Arbeitsschwerpunkt (Jüngerseelsorge), der dem Orden auch neue Mitbrüder schenkte.
Die Suche nach einer Verbindung des Gründungsauftrags mit dem dazugewachsenen Charisma führte beim Generalkapitel 1996 zur Neuformulierung des Ordenszwecks in der Regel: Die Kalasantiner sehen sich der Evangelisierung verpflichtet. Sie wollen Menschen zu Jüngern Christi machen, damit diese die Gesellschaft wie ein "Sauerteig" durchwirken.
Ein Schwerpunkt ist die Arbeitswelt - mit der Zielgruppe der Lehrlinge und Arbeiter, die dazu beitragen sollen, daß die Arbeitswelt gemäß der katholischen Soziallehre geprägt wird. Die erste Sorge gilt den jungen Menschen, den Trägern der zukünftigen Gesellschaft.
Unser Weg - Kalasantiner heute Entsprechend der neuformulierten Ordensregel hat die Evangelisierung große Bedeutung. Die Kalasantiner versuchen, viele Menschen zu überzeugten und einsatzfreudigen Christen zu formen, also zu Jüngern Christi, die Jesus nachfolgen und sich um sein Reich sorgen.
Vor allem junge Leute werden angesprochen. In kleinen Gruppen erleben diese Kirche und die Festigung ihres Glaubens - durch Gebet, Vertiefung , apostolischen Einsatz und gemeinsame Hilfe für andere. Dadurch werden sie zu Liebe und Verantwortung in Kirche und Gesellschaft geführt.
Die seelsorgerische Arbeit erfolgt gemeinsam mit den "Schwestern der Jüngersuche", die der Weltpriester und Leiter der "Katholischen Glaubensinformation Wien", Dr. Herbert Madinger, gegründet hat (1979).
Zentren der Evangelisierung sind das Kalasantinum (1150 Wien), das P. Schwartz-Missionszentrum in Schwarzau sowie das Jüngerzentrum (1030 Wien). Von hier aus finden Straßenmissionen statt, Einsätze in Schulen und Pfarren sowie die Verbreitung von Muttergottesstatuen, die dort, wo sie aufgestellt werden, den Geist des Gebetes fördern sollen.
Ein Schwerpunkt des Wirkens ist die Arbeitswelt und deren Prägung gemäß der katholischen Soziallehre. Darum bemüht sich die Kongregation, indem sie den Menschen hilft, ihren jeweiligen Beruf auch als Berufung anzusehen und zu leben. Darüber hinaus liegt die geistliche Begleitung der katholischen Arbeitnehmerbewegung Österreichs (KABÖ) derzeit in der Hand eines Kalasantinerpriesters, der im Raum der Erzdiözese Wien zahlreiche "Aktivistenrunden" nach dem Vorbild Kardinal Joseph Cardijns aufgebaut hat. Das Anliegen des Gründers, die Seelsorge an den Lehrlingen, wird durch Berufsschulunterricht wahrgenommen.
Schließlich leitet die Kongregation auf Bitte der jeweiligen Bischöfe auch sieben Pfarren (Wien, Niederösterreich, Steiermark). Soweit möglich fließen in diese Arbeit Spiritualität und ordensspezifische Anliegen der Kalasantiner ein. |


