Gebete

Novene mit dem seligen Anton Maria Schwartz

pschwartz1150_150Nach dem Beispiel der Apostel, die nach der Himmelfahrt Jesu bis zum Pfingstfest gemeinsam mit Maria neun Tage um das Kommen des Heiligen Geistes gebetet haben (Apg 1,3.13; 2,1; Lev 23,15), halten auch wir gern Neun Tage-Andachten (Novenen). „Novene“ bedeutet, neun Tage in einem bestimmten Anliegen zu beten. Diese Andacht mit dem seligen Anton Maria Schwartz kann für alles, was uns am Herzen liegt, eingesetzt werden.

1. Tag: Jesus

P. Schwartz weiß, dass er sich ganz dem Herzen seines geliebten Erlösers verdankt.

Mein Gott, ich liebe dich von ganzem Herzen, ich gehöre dir, und nichts kann mich von dir trennen. (Seliger Anton Maria Schwartz, 1875)

„Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig: so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.“ (Mt 11,29)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, dessen Herz für uns offen ist.

2. Tag: Maria

P. Schwartz weiht sich mit einundzwanzig Jahren Maria, die er als Mutter seines Herrn von Herzen liebt.

O liebe Mutter Maria, für immer bin ich dein! (Seliger Anton Maria Schwartz, 1873)

„Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.“ (Lk 1,46b-48)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, der uns Maria als Mutter geschenkt hat.

3. Tag: Hl. Josef Calasanz

P. Schwartz ist ganz von seinem „Vater“, dem heiligen Josef Calasanz, und dessen Wirken geprägt: „pietas et litterae“ (Frömmigkeit und Wissenschaft) wird bei ihm zur Vereinigung von Leben und Lehre.

Heiliger Josef Calasanz, du hat mein Herz in Besitz genommen. Du hast so heilig gelebt, erbitte auch mir eine große Vollkommenheit! (Seliger Anton Maria Schwartz, 1874)

„Es kommt darauf an, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist.“ (vgl. Gal 5,6)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, der uns im Glauben und in der Liebe stärkt.

4. Tag: Kirche

P. Schwartz hielt bedingungslos an der Treue zur Kirche, zu ihrem Leiter – dem Papst – und ihrer Lehre fest.

Der liebe Gott möge verhüten, dass ich in meiner unbegrenzten Liebe zur Kirche und in meinem kindlichen Gehorsam nachlasse! (Seliger Anton Maria Schwartz, 1914)

„Christus hat seine Kirche geliebt und sich für sie hingegeben, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos.“ (vgl. Eph 5,25-27)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, der sich für seine Kirche hingegeben hat.

5. Tag: Lehrlinge

P. Schwartz sah in den Lehrlingen die Ärmsten seiner Zeit und wandte seine ganze Liebe ihnen zu, um ihnen zum Glauben an Christus sowie zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.

Ich habe leider nichts, was ich euch geben könnte, so nehmt mein Herz! (Seliger Anton Maria Schwartz, 1908 )

„Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, der uns ihm Nächsten begegnet.

6. Tag: Arbeitswelt

P. Schwartz lag sehr daran, die ganze Arbeitswelt mit Christus zu versöhnen, um so ein Glaubensfundament für eine christliche Gesellschaft zu legen.

Das Band der Liebe vereint alle, die in unserem Haus tätig sind. Alt und jung, manuelle und geistige Arbeiter arbeiten vereint an dem heiligen Ziel, das wir Kalasantiner uns gestellt haben: wirken wollen zum Heil des arbeitenden Volkes. Gott lasse die ganze Gesellschaft erkennen, dass wir nur dann glücklich sind, wenn wir vereint in heiliger Liebe zu Gott und der Gottesmutter arbeiten. (Seliger Anton Maria Schwartz, 1926)

„Tut eure Arbeit gern, als wäre sie für den Herrn und nicht für Menschen; ihr wisst, dass ihr vom Herrn euer Erbe als Lohn empfangen werdet. Dient Christus, dem Herrn“ (Kol 3,23f)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, dem unsere Arbeit dienen darf.

7. Tag: Jüngerseelsorge

P. Schwartz bemühte sich, durch seine Arbeit Menschen zu mutigen Verkündern und Verteidigern des Glaubens zu formen.

Ganze Katholiken brauchen wir und kein verdünntes, verwässertes Christentum. Mit der glühenden Liebe des heiligen Antonius müssen auch wir an unserem heiligsten Gute, an unserem Glauben hängen! (Seliger Anton Maria Schwartz, 1913)

„Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Mt 28,19f)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, dessen frohe Botschaft ich verkünden darf.

8. Tag: Heimat

P. Schwartz liebte seine Heimat und opferte seine Arbeit stets für sie auf.

Wir wollen keine Mühe und Last scheuen, um unserem Land das zu erhalten, was es allein stark machen kann: den heiligen katholischen Glauben! (Seliger Anton Maria Schwartz, 1912)

„Land, Land, Land, höre das Wort des Herrn.“ (Jer 22,29)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, der unsere Heimat segnet und behütet.

9. Tag: Kongregation und Kalasantinerfamilie

P. Schwartz sah seinen Lebensinhalt in der Kongregation und der um sie lebenden Kalasantinerfamilie.

Wenn ich könnte, möchte ich Ihnen, meine Söhne, noch aus dem Grab zurufen: Ich habe Sie so innig lieb! (Seliger Anton Maria Schwartz)

„Ich danke meinem Gott jedesmal, wenn ich an euch denke; immer, wenn ich für euch alle bete, tue ich es mit Freude und danke Gott dafür, dass ihr euch gemeinsam für das Evangelium eingesetzt habt vom erstenTag an bis jetzt.“ (Phil 1,3-5)

Rosenkranzgesätzchen: Jesus, der uns nach seinem Willen führt.