Heute, liebe Schwestern, wollen wir eine Betrachtung halten, was das Aufstehen betrifft. Wie Sie wissen, Ihr hl. Vater Vinzentius ist so schnell vom Bette aufgestanden, wie wir von ihm lesen, dass der zweite Schlag der Glocke ihn nicht mehr im Bette traf. Er hat wohl gut gewußt, daß, wenn man schnell aufsteht, der ganze Tag gesegnet sei und daß das Opfer am allerschwersten sei in der Früh. Weiterlesen

Die liebe Mutter ist wohl „voll der Gnaden“ gewesen, aber nicht für sich allein, sondern für die ganze Welt. Sie hat eine Stellung in der Welt eingenommen, daß durch sie das Heil der ganzen Welt gebracht worden ist. Ähnliche Pflichten, meine lieben Herren, übernehmt auch Ihr am heutigen Tage. Ihr kennt wohl das Gleichnis vom Sauerteige, von dem in der Hl. Schrift die Rede ist, welches ein Weib genommen hat, unter dem Mehle verbarg, bis alles durchsäuert war. Weiterlesen

Die Auferstehung ist das Siegel unseres Glaubens. Seine Feinde haben ihn gekreuziget, er ist am Kreuze gestorben, er ist tot. Was haben wir von ihm? Er war auf der Welt, er ist aber gestorben, seine Feinde haben ihm zugerufen: „Steige herab vom Kreuze!“ Er ist aber nicht herabgestiegen.
Dieses wären wohl Gedanken, die uns traurig machen könnten, dieses sehen wir an den zwei Jüngern, die nach Emmaus gingen. Sie waren traurig und wankend, sie redeten von Jesus und er kommt zu ihnen, er schloß ihnen die Schrift auf und sagte: „O, ihr Unverständigen, mußte nicht Christus dies alles leiden und so in seine Herrlichkeit eingehen?“ Weiterlesen